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Georg Salbaum nach 46 Jahren verabschiedet

Georg Salbaum, seit 1964 bei Memmert und zuletzt Mitarbeiter im Versand, wurde nach 46 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Wer am 29. Juli 2010 mit Georg Salbaum plaudern wollte, musste sich beinahe in der Schlange anstellen.

So beliebt ist der langjährige Mitarbeiter bei Memmert, dass viele der Gäste, die anlässlich der Eröffnung des Memmert-Fußballplatzes und der Inbetriebnahme des neuen Stanz-Biege-Linie nach Büchenbach gekommen waren, ihm noch einmal alles Gute für seinen Ruhestand wünschen wollten.

Firmenchefin Christiane Riefler-Karpa erwähnte während ihrer Dankesrede die Kindheitserinnerungen, die sie mit Georg Salbaum verbindet, war er doch bereits in der Firma gewesen, bevor sie geboren wurde. Er war ihr und ihrer Schwester während der Ferienjobs immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ein ewiges Rätsel sei ihr, wie er ohne Taschenrechner und Computerprogramm immer exakt vorhersagen konnte, wie viele INCOs, HPPs oder Brutschränke in einen 20-Fuß-Container passen würden, zumal diese Sendungen ja immer aus unterschiedlichen Schränken bestünden. 

Werner Gerhard, der Werksleiter in Büchenbach, erwähnte ebenfalls eine amüsante Anekdote, die den Charakter des Neu-Ruheständlers wohl wiedergibt wie kaum eine andere. Noch zwei Wochen vor seinem Abschied habe Georg Salbaum zu ihm gesagt: „Was ist los, Herr Gerhard, presto, presto! Wo sind die Schränke? Wir müssen Umsatz machen!“ Und da Georg Salbaum auch in Zukunft seine Hände nicht in den Schoß legen will, hatte sich der gelernte Zimmermann als Abschiedsgeschenk eine Dekupiersäge gewünscht, mit der er noch feinere Holzarbeiten für seine vier Kinder und fünf Enkel herstellen kann. Engel, Eichkätzchen, Tiere und Figuren aller Art stehen jedes Weihnachten auf dem Wunschzettel seiner Familie.

Damit Georg Salbaum endlich auch einmal ein wenig Pause macht, bekam er noch einen großen roten Blechwürfel mit der Aufschrift „In der Ruhe liegt die Kraft“ und den Unterschriften seiner Kollegen geschenkt. Werner Gerhard erzählte in seiner Ansprache die Geschichte dazu. Er hielt einen abgegriffenen kleinen Holzwürfel hoch und meinte lachend: „Auf diesem roten Würfel sind vermutlich 80.000 Fingerabdrücke von Herrn Salbaum zu finden. Er wird bei uns auf ein Gerät gestellt und ist das Signal, dass das Gerät eilig versandt werden muss.“

Mit den besten Wünschen für seine Zukunft, ob nun presto oder eher ruhig und entspannt, und der Hoffnung, dass man ihn noch oft bei Memmert sehen würde, wurde Georg Salbaum unter dem Beifall der Anwesenden in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.