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Laborgerätehersteller Memmert zwischen Mitarbeiterschutz und Verantwortung für die Forschung

Schwabach - Die Wirtschaft schwankt zwischen Zuversicht und Existenzangst. Wie unterstützt Memmert, eines der traditionsreichsten Unternehmen in Mittelfranken, den Kampf gegen das Coronavirus?

Wärmeschränke, Brutschränke und Deckenwärmer sind systemrelevante Geräte, die gerade in Zeiten von Pandemien einen wichtigen Beitrag leisten. Memmert-Produkte finden sich sowohl in Krankenhäusern als auch in Forschungs- und Analyselaboren und sorgen dafür, dass Proben, Infusionslösungen und Patientendecken perfekt temperiert werden. Besonders in der Virenforschung sind Brutschränke und CO2-Brutschränke, wie Memmert sie produziert und weltweit liefert, in der momentanen Lage unersetzliche Arbeitsmittel im Kampf gegen das unbekannte Virus.

Ein Memmert-Kunde ist zum Beispiel die Firma QIAGEN, die nach dem Ausbruch des Coronavirus, die erste in Deutschland zugelassene syndromische Testlösung für COVID-19 entwickelt hat. Das QIAstat-Dx Respiratory SARS-CoV-2 Panel ist ein Multiplex-Nukleinsäuretest, der eine Probe wie beispielsweise einen Nasen-Rachen-Abstrich von Personen mit Verdacht auf Atemwegsinfektionen auswertet. Memmert lieferte für die Produktion der Testkartuschen am Standort Hilden wichtige Geräte.

Umso wichtiger ist es, dass Memmert seinen Betrieb aufrechterhalten kann. Wie geht das Unternehmen selbst mit der Krise um?
Der internationale Warenaustausch ist seit Jahresbeginn ununterbrochen gewährleistet und auch beim Memmert-Vertriebsbüro in Shanghai beginnt sich nach vier Wochen Stillstand allmählich wieder der normale Arbeitsalltag einzupendeln.
Die Produktion in Büchenbach läuft unter veränderten Bedingungen für die Mitarbeiter weiter. Nach Bekanntwerden der Corona-Pandemie wurde bereits frühzeitig mit dem Einsetzen eines internen Krisenstabs reagiert. Die Sicherheit der Mitarbeiter, insbesondere derer aus gesundheitlichen Risikogruppen, hat dabei oberste Priorität.

Eine der vielen Maßnahmen beinhaltet z.B., dass keine persönlichen Begegnungen zwischen den beiden Standorten in Schwabach und Büchenbach mehr stattfinden. Wer kann, weicht ins Homeoffice aus und unverzichtbare Besprechungen werden per Videokonferenz abgehalten. Für alle Kollegen gilt der obligatorische Mindestabstand, die strengen Hygienevorschriften werden intensiv praktiziert, Türklinken sowie andere stark frequentierte Oberflächen werden regelmäßig desinfiziert.

Ganz besonders wichtig ist der Geschäftsführerin Christiane Riefler-Karpa, dass Mitarbeiter sich aufgrund der Schul- und Kitaschließungen ihrer Kinder keine Sorgen wegen der Betreuung des Nachwuchses machen müssen – hier findet sich ganz unbürokratisch auf den individuellen Fall zugeschnitten eine Lösung. Riefler-Karpa ist selbst Mutter und weiß daher, wie schwer es schon in normalen Zeiten ist, die Balance zwischen Arbeit und Familie zu finden. „In einer Extremsituation, wie wir sie derzeit haben, hilft uns nur Solidarität. Wir sind für die anstehende Herausforderungen gut gerüstet und schaffen das gemeinsam – aber selbstverständlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand.“