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Matthias Grosser beim IRONMAN Florida

266 Kilometer Triathlon in 9 Stunden, 42 Minuten und 11 Sekunden! Mit dem 56. Platz unter fast 3.000 Teilnehmern und dem 4. Platz in seiner Altersgruppe „24 bis 29“ hat Matthias Grosser beim IRONMAN Florida am 5. November 2011 in Panama City Beach wieder einmal ein fantastisches Ergebnis erzielt.

Endlose weiße Sandstrände. Auf der Oberfläche des klaren, tiefblauen Ozeans spiegelt sich die Sonne und unter Wasser schweben Rochen und Feuerquallen vorbei. An das Schwimmtraining vor der Küste Floridas könnte man sich gewöhnen. Vor allem, wenn man wie Matthias Grosser aus dem feuchtkalten mitteleuropäischen Herbst angereist ist. Aufgrund der kurzfristigen Absage des Challenge Kapstadt hatten die Veranstalter des traditionsreichen IRONMAN-Wettbewerbs in Panama City Beach noch einige zusätzliche Startplätze freigemacht, und der erfolgreichste Sportler aus dem Memmert-Triathlonteam hatte das Glück, einen davon zu ergattern.

Am 5. November ab 7 Uhr morgens zogen sich die scheuen Meeresbewohner im Golf von Mexiko jedoch für einige Stunden auf den Ozeanboden zurück, denn nachdem die Professionals mit 10 Minuten Vorsprung an den Start gegangen waren, folgte mit dem Massenstart der restlichen Athleten ein lautes und fröhliches Spektakel. Begleitet vom „Go, go, go!“ der begeisterten Fans, wateten fast 3.000 Teilnehmer bei kühlen 9 Grad Lufttemperatur geduldig ins Wasser und schwammen die ersten 3,8 Kilometer ihres Triathlonkurses. 

Die anschließende Radstrecke war mit nur 400 Höhenmetern zwar schnell, verlangte den Athleten aber aufgrund der wechselnden Windstärken – und damit auch der wechselnden Temperaturen – sowie der endlos langen Geraden viel Geduld ab. Geschätzte neun Kurven auf 180 Kilometern sowie die Verpflegungsstellen boten etwas Abwechslung, ansonsten hieß es für Matthias und die anderen Fahrer, sich stundenlang auf einen Fixpunkt weit weg am Horizont zu konzentrieren. Im Gegensatz zu anderen Wettkämpfen war die Radstrecke in Florida nicht für den Verkehr gesperrt worden, aber natürlich stellte das im gastfreundlichen Amerika kein Problem dar. Langsam und geduldig fuhren die Autofahrer an den Athleten vorbei, winkten und hatten für jeden einen aufmunternden Spruch parat. Überhaupt war die Begeisterung für die Ironmänner und –frauen riesengroß. Vor allem entlang der Laufstrecke war Party angesagt. „Jeder klopft dir anerkennend auf die Schulter“, erzählt Matthias, „denn in Amerika ist der IRONMAN kein Sport wie jeder andere, sondern gilt als etwas ganz Besonderes.“ 

Mit seinem Gesamtergebnis, und vor allem mit seinem Marathonlauf in 3 Stunden und 19 Minuten, war Matthias Grosser am Ende hoch zufrieden. Für den so ambitionierten und talentierten Athleten ist es eine große Herausforderung, das ganze Jahr über neben dem anstrengenden Beruf auch noch sportliche Spitzenleistungen zu bringen. Die Profis gehen ins Trainingslager in wärmere Gefilde, er kommt an kalten Winterabenden nass und durchgefroren vom täglichen Lauf- oder Radtraining zurück. Super gemacht, Matthias! Wir alle fiebern schon dem nächsten Challenge Roth entgegen!