Aktuelles

Memmert-Family meets Challenge-Family in Roth

Der längste Tag des Jahres, zumindest aus Sicht der Triathleten, ist jedes Jahr der Challenge Roth. Wenn man sich die harten Zahlen anschaut, wird auch jedem klar warum: 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Das allein ist aber nicht der Grund, warum über 5000 Starter aus 70 Nationen alljährlich die beschauliche Kleinstadt Roth zu ihrem Triathlon-Mekka ernennen. Es ist die ganz besondere Atmosphäre der Challenge-Family, die man so nur in Roth zu spüren bekommt. Hier unterliegt der Betrieb von Versorgungsstationen am Streckenrand fast dem Erbrecht, Profis sind statt in Hotels bei einheimischen Familien untergebracht und der ganze Landkreis ist von früh morgens bis in die späten Abendstunden aktiv dabei. Dieses einzigartige Ambiente mitzuerleben ermöglicht die Firma Memmert Jahr für Jahr nicht nur ihren Mitarbeitern und Sportlern, sie trägt auch als regionaler Sponsor, neben dem Rothsee Triathlon Festival, zur erfolgreichen Durchführung des Challenge ihren Teil bei.

Team Memmert mittendrin

Nach dem absoluten Hitzerennen im letzten Jahr war der Wettergott den Athleten diesmal gnädiger gestimmt und verschonte sie von der Bruthitze. Dafür gab es deutlich mehr Wind auf der Radstrecke zu spüren, der aber wenigstens beim Laufen für willkommene Abkühlung sorgte.

Team Memmert Profi Sebastian Bleisteiner erlebte unverhofft einen perfekten Tag. Nach einigen Rückschlägen im Saisonverlauf, hatte er seine Ambitionen auf eine Bestleistung eigentlich schon begraben, sollte aber eines Besseren belehrt werden. Beim Schwimmen ließ er es für seine Verhältnisse ruhig angehen und wechselte nach 49:59 min als Verfolger zum Radfahren. Dort erwischte er „gute Beine“, wie es Insider nennen, und kostete die nach eigener Aussage auch vollends aus, sein Split 4:39:36 h. Beim Laufen erlebte er Höhen und Tiefen, wollte Mitte des Rennens sogar fast schon aufgeben und ist die letzen 10 km dann doch dem Ziel entgegengeflogen. Sein Durchhaltevermögen wurde mit Rang 16 und einer grandiosen neuen Bestzeit von 8:35:42 Stunden belohnt. Die Erleichterung und der Triumph waren ihm definitiv anzusehen.

Revanche geglückt. Am Rothsee zwei Wochen zuvor lag Hannes Rupprecht noch vor seinem Abteilungsleiter Gregor Stützinger, doch beim Challenge siegte der Routinier vor dem Debütanten. Hannes Rupprecht war dennoch fast wunschlos glücklich mit seinem ersten Langdistanzrennen, lediglich mit den Magenproblemen beim Laufen hadert er noch ein bisschen und sagt: „Das kann ich besser, deshalb wird es sicher ein zweites Mal geben!“

Ebenfalls debütiert hat Kevin Löhlein, und wurde dabei ganz im Sinne des Veranstaltungsmottos „We are Challenge Family“ von seiner ganzen Familie unterstützt. Nach 11:52:55 Stunden erreichte er mächtig stolz das Ziel. Marco Ecksteins großes Ziel hieß sub10, lange Zeit sah es auch danach aus, dass seine Rechnung aufgehen würde. Doch zur Halbmarathondistanz machte auch ihm der Magen zu schaffen und kostete in der Folge viel Zeit. Er kämpfte trotzdem bis zum Ende und erreichte als Zweiter aus dem Team Memmert nach 10:21:58 Stunden das Ziel. Schon kurze Zeit später folgte ein rundum glücklicher Benedikt Spangenberg (Entwicklung), nach nicht enden wollenden Laufkilometern im letzten Jahr, lief dieses Mal alles wie am Schnürchen. Vom Schwimmen bis zum Laufen setze er die Vorgaben seines Trainers um, schraubte seine Zeit um über 50 min nach unten, sodass er mit einer Gesamtzeit von 10:33:17 Stunden ins Ziel lief. Gabi Weiß hielt als einzige Frau die Memmert-Fahne hoch und finishte in 13:24:40 Stunden.

... und auch am Streckenrand

Während sich die Team Memmert Protagonisten auf der Strecke quälten, war ein großer Teil der Memmert-Family an der großen Wasserstation in Schwand zugange und versorgte die Läufer mit ausreichend Flüssigkeit. Den Zieleinlauf ihrer Kollegen verfolgten einige aber auch am gemütlich organisierten Grillstand knapp 300 m vor der Finish Line und empfingen sie nach dem vollendeten Tageswerk standesgemäß mit Nürnberger Bratwürsten.

Team Memmert Staffeln

Mit dem Duft von herzhaftem Grillgut wurden dort auch die Staffelläufer von ihren Teamkollegen empfangen um gemeinsam ins Ziel zu laufen. Wie schon in den vergangenen Jahren gab es fünf Memmert-Staffeln die den Teilnehmer einen „sanften“ Einstieg in die Triathlonlangdistanz ermöglichen. Unsere Staffel mit ausschließlich junger Frauenpower aus dem Landkreis schaffte es sogar bis auf Platz 6 der Gesamtwertung. Sophia Ramsauer (Schwimmen, 1:02:18 h) übergab an Julia Ramsauer (Rad), die mit ihrem Zeitfahrrad auch für Männer nicht ganz einfache 5:27:21 Stunden auf den Asphalt zauberte und Annika Ehrhardt (3:39:13 h) lief schließlich den Marathon nach Hause. Ihre Endzeit  von 10:12:25 Stunden, wollen die drei Mädels im nächsten Jahr noch toppen, dann mit dem Ziel möglichst unter 10 Stunden zu kommen.

Ambitioniert waren auch Lauf-Ass Sebastian Reinwand, der sich mit 57:21 min erneut im Wasser beim Schwimmen austobte und Stephan Lehner, der nach weiteren 4:57:53 h auf dem Rad an Michael Batz zum Laufen übergab. Was der dann auf der Laufstrecke ablieferte, war schon sehr beeindruckend. In seinem ersten Marathon überhaupt zeigte der passionierte Läufer aus dem Team Memmert, was in ihm steckt. Kontrolliert lief er in 1:23 h über die Halbmarathonmarke und legte dann fast mühelos 1:19 h in der zweiten Hälfte drauf. Dies brachte ihm die zweitschnellste Tageszeit überhaupt ein und die  Mannschaft hat er damit nochmals ordentlich nach vorne katapultiert, nämlich auf den 5. Rang (8:39:31 Stunden).

Memmert Team 3 benötigte 10:21:12 Stunden und wurde von unserem Außendienst-Kollegen Mark Fischer ins Rennen geschickt (Schwimmen, 59:02 min), gefolgt von Benjamin Kohler (Rad, 5:33:05 h) und Marathoni Jürgen Prützel (3:45:35 h).

Nach dem Challenge ist ja bekanntlich vor dem Challenge. Die Vorbereitungsphase für 2016 läuft – sowohl für diejenigen, die ihre Zeiten und Leistungen nun steigern wollen, als auch für diejenigen, die sich nicht zuletzt auf den Zuschauerrängen am Triathlon-Fieber angesteckt haben und jetzt ihr Debüt für das kommende Jahr, sei es in der Staffel oder als Einzelstart, planen. Wir wünschen viel Spaß und freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr.