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Memmert spendet 2.000 € für Buschschule

Jedes Kind soll unabhängig vom Einkommen der Eltern die gleiche Chance auf eine Schulausbildung haben. Daher ist die Kostenfreiheit für Schulbesuch und Bücher in vielen Ländern eine Selbstverständlichkeit. Der deutsche Bundesstaat Baden-Württemberg hat dieses Recht sogar in seiner Verfassung festgeschrieben.

Auch der Senegal garantiert den Kindern seines Landes einen kostenlosen Schulbesuch, verpflichtet sie bis zum Alter von 16 Jahren sogar dazu (Quelle: Wikipedia), dennoch können nur 40% der Bevölkerung lesen und schreiben (Quelle: National Geographic). Das Land ist reich an Schönheit, zwei seiner Nationalparks besitzen das Prädikat Weltnaturerbe der UNESCO, es ist reich an landwirtschaftlichen Flächen und Fischfanggründen, doch es gibt noch viel Entwicklungsarbeit zu tun.

Hilfsprojekt der Stadt Schwabach

Seit 25 Jahren besteht bereits eine Partnerschaft der Stadt Schwabach mit der Missionsstation Gossas in der senegalesischen Region Fatick. Anlässlich dieses Jubiläums kam Rose Faye, die im Jahr 2006 für die Kinder rings um das Dorf Diaby Kondel, acht Kilometer von Gossas entfernt, eine kleine Buschschule gegründet hatte, zusammen mit Pater Marcel vom französischen Herz-Jesu-Orden zu Besuch (Bericht der Stadt Schwabach in Deutsch). Die beiden berichteten von vielen Erfolgen, aber auch von vielen Problemen, die es noch zu meistern gilt. An die 60 Kinder zwischen sieben und neun Jahren können derzeit in der Schule in Diaby Kondel unterrichtet werden. Und obwohl eigentlich Schulgeld zu bezahlen ist, wird kein Kind abgewiesen, wenn die Eltern sich dies nicht leisten können. Nur 15 Kinder waren im vergangenen Jahr in der Lage, ihre Schulbücher selbst zu bezahlen. Für die restlichen Kinder wird die Spende für die Anschaffung von Lese- und Rechenbüchern sowie Heften verwendet.   

Spenden für Bücher und Stifte

An fast allen Schwabacher Schulen (Bericht im Schwabacher Tagblatt in Deutsch) erzählte Rose Faye den Kindern vom Leben in Afrika, kochte gemeinsam mit ihnen, bedankte sich für die Spenden aus der Vergangenheit und nahm natürlich dankbar neue Spendengelder der Johannes-Helm-Schule an. Memmert-Geschäftsführerin Christiane Riefler-Karpa, deren Tochter die Lehrerin aus dem Senegal ebenfalls an ihrer Schule kennenlernen durfte, wurde von der Begeisterung für diese Aufbauarbeit angesteckt und erklärte sich spontan bereit, 2.000 € für die Schule in Diaby Kondel zu spenden. Ab dem Herbst 2010 wird dort voraussichtlich eine dritte Klasse eingeführt, so dass die Dorfkinder dann bis zum 12. Lebensjahr die Möglichkeit haben, die Schule zu besuchen. Nicht nur Hefte, Bücher und Stifte werden benötigt. Auf Rose Faye’s Wunschzettel stehen auch eine kleine Küche sowie eine Getreidemühle für die Mütter des Dorfes.