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Team Memmert besteht „Hitze“ Challenge Roth

Der weltbekannte Challenge Triathlon in Roth feierte seinen 30. Geburtstag und natürlich kam auch das ortsansässige Team Memmert, zusammen mit 4500 weiteren Athleten, zur Party. Je sechs Einzelstarter und Staffeln aus den eigenen Reihen stellten sich dieses Jahr wieder der „Herausforderung“ Triathlon Langdistanz. Das bedeutet 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und zum Abschluss noch einen Marathon laufen, also 42,195 km. Damit aber noch nicht genug, zur Jubiläumsauflage hatten die normalerweise hitzeerprobten Triathleten mit ungewöhnlich kräftezehrenden Bedingungen zu kämpfen.

Nicht nur die schwülwarmen bis heißen Temperaturen, sondern vor allem auch hohe Ozonwerte setzten allen Athleten zu. Profis wie Amateure litten und mussten zahlreiche Abstriche bei den zuvor gesteckten Zielen machen oder das Rennen sogar vorzeitig beenden.

Der Rennverlauf für unsere Sportler

Um 6:30 h morgens fiel am Main-Donau-Kanal in Hilpoltstein der Startschuss für die erste Startgruppe, zu der auch Sebastian Bleisteiner gehörte. Der Profi im Memmert-Trikot stieg nach 52:22 min mit der zweiten Gruppe auf sein Rad und legte los. Als bekanntermaßen guter Radfahrer musste er überraschend viele Positionen einbüßen und erreichte schließlich als 30. die Wechselzone. Mit 4:42:51 h war er am Ende deutlich länger unterwegs als im Vorjahr, aber sein Wattmessgerät, der Leistungsindikator für Radfahrer, zeigte im Schnitt 20 Watt mehr an und sprach damit für den Memmert-Profi und den Wind, der auf der Radstrecke zusätzlich Zeit kostete. Es sollte sich auf der Laufstrecke bewahrheiten - Sebastian Bleisteiner hatte sich als einer der wenigen auf dem Rad die Kräfte richtig eingeteilt und nicht von der Zeit verrückt machen lassen. So konnte er Platz um Platz gut machen, während andere Minute um Minute verloren. Er erreichte nach 8:48:22 h  glücklich das Ziel und landete in einem der stärksten Profifelder der letzten Jahre auf Platz 15 in der Gesamtwertung.

Benedikt Spangenberg aus unserer Entwicklungsabteilung hatte sich nicht den leichtesten Tag für sein Debüt ausgesucht. Aber auch er teilte sich die Kräfte richtig ein, schwamm sehr gute 1:06:23 h und hielt sich am Rad zurück. Die Strategie ging auf, beim Laufen kam er gut durch und überquerte mit letzten Kräften aber überglücklich die Ziellinie im Triathlon-Park nach 11:39:05 h.

Ein Jubiläum gab es auch für Matthias Röser. Er finishte seinen zehnten Challenge in Roth und das auch noch sehr erfolgreich. Eigentlich kein Hitzeläufer, zeigte er als Routinier mit 3:23:49 h vor allem eine sehr gute Laufleistung und flog an gut 50 Konkurrenten vorbei und das obwohl er am Schwimmstart noch in eine Scherbe getreten war. Er kam, wie Sebastian Bleisteiner, als einer der Wenigen ohne große Verluste nach 9:32:14h ins Ziel.

Und dann war da noch Nishit Biniwale, 22 Jahre jung, eigens mit der gesamten Familie aus Indien angereist und der einzige Vertreter seiner Nation auf der Volldistanz. Im letzten Jahr hatte er in Klagenfurt seine erste Langdistanz bestritten und wollte nun das Triathlon Mekka in Roth, von dem immer alle sprechen, selbst live erleben. Seine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, sie wurden sogar übertroffen. Ob Schwimmstart, Solarer Berg oder auf der Laufstrecke am Kanal, überall waren Zuschauermassen die ihn und natürlich auch alle anderen Sportler, dank Namen auf der Startnummer, immer persönlich anfeuerten. Das ist das Flair wofür Roth so berühmt ist und das es bei keinem anderen Triathlon in der Welt gibt.

Leider hatten zwei Memmert-Sportler an diesem Tag kein Glück. Benjamin Kohler vertrug seine Wettkampfnahrung nicht und hatte schon zur Halbzeit der Radstrecke Probleme, die Verpflegung im Magen zu behalten. Entkräftet musste er das Rennen bei 3,7 km vorzeitig aufgeben. Günther Lauterbach erging es kaum besser, er kämpfte sich mit muskulären Problemen noch bis Kilometer 31 der Laufstrecke durch, aber dann hieß es an diesem denkwürdigen Tag auch bei ihm „rien ne va plus“...

Die Memmert Staffeln hatten es zumindest gefühlt etwas leichter, denn sie konnten sich die Arbeit „teilen“. Wie schon in den Vorjahren nutzen wieder viele Memmert-Angehörige die Chance zum gemeinsamen Wettkampf.

Mit Sebastian Reinwand, Stefan Lehnert und Vinodkuar Shrinivas schickten wir eine ambitionierte Staffel ins Rennen, die sich am Ende gegen einige Profiteams behaupten konnte und einen beachtlichen 7. Platz in der Männerwertung erreichte. Aber auch die Ergebnisse der anderen Teams konnten sich sehen lassen. Unsere Chefin Christiane Riefler-Karpa kam zusammen mit Gregor Stützinger und Juergen Pruetzl nach 10:20:42 h ins Ziel und belegte Platz 32 in der Mixed-Wertung. Nur sieben Plätze und sechs Minuten später folgte Andrea Weiß mit ihrem Radfahrer Marco Eckstein und Läufer Matthias Beil.

Entwicklungsleiter Ralf Achtnicht und Harald von Blumenthal aus dem Kundendienst setzten ihr freundschaftliches Laufduell vom Rothsee Triathlon fort. Mit einer sehr guten Schwimmzeit von unter einer Stunde schickte Mark Fischer seinen Radfahrer Ronald Mühe mit deutlichem Vorsprung auf die Strecke. Ralf Achtnicht fühlte sich beim abschließenden Marathon Lauf so gut wie noch nie und freute sich über die für ihn tolle 4:32:23 h, auch wenn es nicht mehr ganz reichte um Harald von Blumenthal einzuholen, der mit 4:59:27 h unter der 5 Stunden-Marke bleiben konnte.

Was sonst noch so passierte

In gewohnter Manier fand auch am Freitag und Samstag des großen Challenge-Wochenendes der Wettkampf für die Kleinen statt, der Junior Challenge/Challenge4all, bei dem sich die Kids alleine, oder in einer Familienstaffel in den drei Triathlon-Disziplinen behaupten können. Im Rahmen unserer Nachwuchsförderung haben wir diese Veranstaltung auch gerne wieder mit einem Sponsoring unterstützt.

Doch nicht nur der Triathlon in Roth feierte 30-jähriges Jubiläum. Wir sind stolz jemanden unter uns zu haben, der von Anfang an dabei war... Salvatore Giurdanella. Seines Zeichens geschätzter Kollege aus unserem Werk in Büchenbach und passionierter Sportfotograf. Keinen einzigen Challenge in Roth hat er in den letzten 30 Jahren ausgelassen. Alle Ironmen und -women seit 30 Jahren hat er vor der Kamera gehabt. Wir gratulieren zum Jubiläum!