Die Kunst, Atmosphäre zu halten: Neuer Memmert-Kreisverkehr eingeweiht

Sieben Würfel, eine künstlerische Interpretation unserer Technologie und ein Standort, mit dem Memmert seit mehr als 50 Jahren eng verbunden ist. Am 22. Oktober 2026 wurde der neue Memmert-Kreisverkehr in Büchenbach offiziell eingeweiht. Im Mittelpunkt steht ein von Memmert finanziertes Kunstwerk der Künstlerin Sabine Mädl.

 

Ein neuer Kreisverkehr mit besonderer Bedeutung

Der neue Kreisverkehr an der Willi-Memmert-Straße erfüllt zunächst eine wichtige verkehrliche Aufgabe. Er soll einen bisherigen Unfallschwerpunkt entschärfen, an dem es in der Vergangenheit wiederholt zu schweren Verkehrsunfällen gekommen war. Durch die Zusammenarbeit des Landkreises Roth, der Gemeinde Büchenbach und des Staatlichen Bauamts konnte die Umgestaltung schließlich realisiert werden.

Mit dem Bau des Kreisverkehrs entstand zugleich die Möglichkeit, diesen Ort künstlerisch zu gestalten. Memmert übernahm die Finanzierung eines Kunstwerks, das einen direkten Bezug zur Technologie des Unternehmens herstellt und gleichzeitig die enge Verbindung mit dem Standort Büchenbach sichtbar macht.

Sieben Würfel machen Unsichtbares sichtbar

Wie lässt sich eine Atmosphäre darstellen, die man weder sehen noch anfassen kann?

Mit dieser Frage beschäftigte sich die Künstlerin Sabine Mädl, als sie im Frühjahr 2025 angefragt wurde, ein Kunstwerk für den neuen Kreisverkehr zu entwickeln. Bei ihrer Auseinandersetzung mit Memmert und seinen Produkten entstand die Idee, eine zentrale Fähigkeit unserer Geräte in eine geometrische Form zu übertragen.

Das Ergebnis trägt den Titel „Die Kunst, Atmosphäre zu halten“.

Die Skulptur besteht aus sieben Würfeln, die sich in Größe und Gestaltung unterscheiden. Im Mittelpunkt steht der größte und zugleich offenste Würfel. Lediglich seine Kanten zeichnen einen Raum nach, der von drei Stangen getragen wird und über dem Boden zu schweben scheint.

Er steht symbolisch für den Innenraum eines Memmert-Geräts und damit für eine unserer Kernkompetenzen: eine exakt definierte Atmosphäre zuverlässig aufrechtzuerhalten. Ob bei der Kultivierung von Zellen, bei Stabilitätsprüfungen oder in industriellen Anwendungen – entscheidend sind die präzisen und konstanten Bedingungen im Inneren.

Von diesem offenen Würfel aus entwickeln sich sechs weitere Elemente, die zunehmend kleiner und geschlossener werden. Am Ende steht ein vollständig geschlossener Kubus, der sich symbolisch in Richtung Straße neigt.

Damit nimmt die Skulptur zugleich die internationale Ausrichtung von Memmert auf: Technologie, die in Büchenbach entsteht und von hier aus ihren Weg in Labore, Forschungseinrichtungen und Unternehmen auf der ganzen Welt findet.

Auch die Bewegung spielte bei der Gestaltung eine wichtige Rolle. Sabine Mädl ordnete die einzelnen Würfel so an, dass sich aus unterschiedlichen Fahrtrichtungen immer neue Perspektiven ergeben und die Formensprache die Kreisbewegung des Standorts aufgreift.

Von der künstlerischen Idee zur fertigen Skulptur

Aus einer ersten Idee wurde über viele einzelne Schritte schließlich die Skulptur, die heute den Kreisverkehr prägt. Der künstlerische Entwurf musste dabei nicht nur seine gewünschte Wirkung entfalten, sondern zugleich technisch und statisch so umgesetzt werden, dass die sieben Würfel dauerhaft ihren Platz im Kreisverkehr einnehmen können.

Die Montage erfolgte mithilfe eines Krans, mit dem die einzelnen Elemente an ihren vorgesehenen Positionen platziert wurden. Die Arbeiten wurden fotografisch sowie mit Zeitrafferaufnahmen dokumentiert. So lässt sich nachvollziehen, wie aus Planung und einzelnen Bauteilen die fertige Skulptur entstand.

Feierliche Einweihung am 22. Oktober

Am 22. Oktober 2026 wurde der neue Kreisverkehr im Beisein zahlreicher Gäste offiziell eingeweiht. Unter ihnen waren Memmert-Eigentümerin Christiane Riefler, Landrat Ben Schwarz, Büchenbachs Bürgermeister Helmut Bauz sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und dem Kreis der Projektbeteiligten.

Für Christiane Riefler verbindet das Kunstwerk auf besondere Weise die Geschichte des Familienunternehmens mit seiner technologischen Kompetenz und dem Standort Büchenbach. In ihrer Rede brachte sie diese Bedeutung auf den Punkt:

„Für mich erzählt das Kunstwerk ein Stück Memmert-Geschichte. Wir schicken große und kleine Würfel mit perfekt kontrollierter Atmosphäre von Büchenbach in die Welt hinaus und ich bin glücklich und auch stolz, dass dies der Kreisverkehr auf künstlerische Weise zum Ausdruck bringt.“

Auch Landrat Ben Schwarz und Bürgermeister Helmut Bauz richteten sich an die Gäste. Während der Landrat insbesondere die Bedeutung des neuen Kreisverkehrs für die Verkehrssicherheit und die Zusammenarbeit aller Beteiligten hervorhob, blickte der Bürgermeister auf die Entstehung und gemeinsame Umsetzung des Projekts zurück.

Sabine Mädl gab zudem Einblicke in die Entwicklung ihrer Skulptur und erläuterte die Gedanken hinter den sieben Würfeln sowie deren Verbindung zur Memmert-Technologie.

Teil der feierlichen Einweihung war außerdem eine ökumenische Segnung durch Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche. Mit dem symbolischen Durchschneiden des roten Bandes wurde der neue Kreisverkehr offiziell eingeweiht.

Büchenbach: Ein Standort mit Geschichte

Für Memmert hat das Projekt auch eine sehr persönliche Bedeutung. Seit mehr als 50 Jahren ist die Geschichte des Familienunternehmens eng mit Büchenbach verbunden.

Christiane Riefler erinnerte bei der Einweihung daran, dass sie bereits als Kind bei der Grundsteinlegung der Produktionshallen dabei gewesen war. Die Verbindung zu diesem Standort begleitet sie damit seit vielen Jahrzehnten.

Bis heute spielt Büchenbach eine zentrale Rolle für Memmert. Hier entstehen Geräte, die anschließend bei Kunden auf der ganzen Welt in Forschung, Medizin und Industrie zum Einsatz kommen.

Das Kunstwerk am neuen Kreisverkehr macht damit zwei Dinge sichtbar, die eng miteinander verbunden sind: die technologische Kompetenz von Memmert und die jahrzehntelange Verbundenheit unseres Familienunternehmens mit Büchenbach.

Mit „Die Kunst, Atmosphäre zu halten“ hat diese Verbindung nun einen weithin sichtbaren Platz bekommen.

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