Memmert und Revvity erkennen Infektionen - und retten Leben

Wie die Memmert Klimakammer den T-SPOT.TB-Test bei Revvity optimiert

 

Bei der Diagnostik latenter Tuberkulose sind reproduzierbare Bedingungen entscheidend. Präzise Temperaturführung, stabile CO₂-Konzentration und definierte Luftfeuchtigkeit sind keine optionalen Parameter, sondern die Grundlage für verlässliche Testergebnisse.

Am Standort Oxford setzt Revvity deshalb auf die Memmert HPPCeco Konstantklima-Kammer, die exakt auf die Anforderungen des T-SPOT.TB-Tests abgestimmt ist – und gleichzeitig den Laboralltag deutlich effizienter gestaltet.

 

Globale Herausforderung: Tuberkulose

Revvity ist ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Life Sciences, Reproduktionsgesundheit und Immunodiagnostik. In Oxford spielt das Team eine zentrale Rolle bei der Durchführung des T-SPOT.TB-Tests – einem etablierten Verfahren zum Nachweis latenter Tuberkulose.

Die Bedeutung dieser Diagnostik ist hoch:

Rund ein Viertel der Weltbevölkerung trägt latente Tuberkulose in sich, und allein 2024 starben über 1,2 Millionen Menschen an den Folgen einer aktiven Infektion.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich: Jedes einzelne Testergebnis ist entscheidend für die weitere medizinische Behandlung und Versorgung.

 

Herausforderung: Inkubation unter exakt definierten Bedingungen

Der T-SPOT.TB-Test erfordert eine Inkubation von Patientenzellen unter streng kontrollierten Bedingungen:

  • 37 °C Temperatur
  • 5 % CO₂
  • 90 % relative Luftfeuchtigkeit
  • Inkubationsdauer: 16 bis 20 Stunden

Diese Anforderungen lassen sich nicht mit Standardlösungen zuverlässig abbilden. Gleichzeitig ist der Übergang zwischen den einzelnen Prozessschritten – insbesondere von Tag 1 zu Tag 2 – kritisch für die Ergebnisqualität.

Prozessoptimierung: Wegfall von Wochenendarbeit

Vor der Integration der Memmert HPPCeco Konstantklima-Kammer war der Workflow mit zusätzlichem personellen Aufwand verbunden. Insbesondere an Wochenenden mussten Mitarbeitende vor Ort sein, um den Prozess zu überwachen und fortzuführen.

Mit der neuen Lösung konnte Revvity diesen Engpass vollständig beseitigen:

  • automatisierter Übergang zwischen Tag 1 und Tag 2
  • Wegfall der sogenannten „Beacon Shift“
  • keine manuelle Intervention außerhalb der regulären Arbeitszeiten

Das Ergebnis ist ein durchgängiger, stabiler Prozess – bei gleichzeitig deutlich verbesserter Planbarkeit für das Laborteam.

Nahtlose Integration in bestehende Laborprozesse

Ein zentraler Vorteil des HPPCeco liegt in der Fähigkeit, sich vollständig in bestehende Laborabläufe zu integrieren.

Die Kammer steuert alle relevanten Parameter präzise und gleichzeitig:

  • Temperatur
  • CO₂-Konzentration
  • Luftfeuchtigkeit

Während der Inkubation werden die Bedingungen exakt gehalten. Anschließend erfolgt eine kontrollierte Anpassung der Parameter bis in den Kühlbereich – ohne manuelles Eingreifen.

Diese automatisierte Prozessführung sorgt für:

  • höhere Reproduzierbarkeit
  • reduzierte Fehleranfälligkeit
  • stabile Übergänge zwischen Prozessschritten

Maßgeschneiderte Lösung statt Standardgerät

Die Anforderungen von Revvity waren von Beginn an klar definiert – und gingen über typische Standardanwendungen hinaus.

In enger Zusammenarbeit wurde eine Lösung entwickelt, die exakt auf den T-SPOT.TB-Workflow abgestimmt ist. Besonders in regulierten Laborumgebungen ist dieser Ansatz entscheidend:

Technologie muss nicht nur funktionieren, sondern sich nahtlos in validierte und akkreditierte Prozesse einfügen.

Benutzerfreundlichkeit im Fokus

Neben der technischen Leistungsfähigkeit überzeugt die Memmert HPPCeco Konstantklima-Kammer auch im täglichen Einsatz:

  • intuitive Bedienung
  • klare Anzeige aller relevanten Parameter
  • einfache Schulung neuer Mitarbeitender
  • integrierte Alarmfunktionen bei Abweichungen

Das reduziert nicht nur den Schulungsaufwand, sondern erhöht auch die Prozesssicherheit im Laboralltag.

Qualitätssicherung im akkreditierten Umfeld

Das Labor in Oxford ist UKAS-akkreditiert und arbeitet nach streng definierten Qualitätsstandards.

Die eingesetzte Technik unterstützt diese Anforderungen durch:

  • zuverlässige Einhaltung aller Inkubationsparameter
  • automatisierte Prozesssteuerung
  • frühzeitige Erkennung von Abweichungen

Damit trägt die Klimakammer direkt zur Sicherstellung reproduzierbarer und belastbarer Testergebnisse bei.

Mehr als Effizienz: Beitrag zur Patientenversorgung

Die Automatisierung des T-SPOT.TB-Workflows bringt nicht nur organisatorische Vorteile, sondern hat direkten Einfluss auf die medizinische Versorgung:

  • stabile Testbedingungen
  • geringere manuelle Eingriffe
  • entlastetes Fachpersonal
  • konsistente Prozessqualität

Diese Faktoren bilden die Grundlage für fundierte klinische Entscheidungen.

Technologie im Dienst der globalen Gesundheit

Die Zusammenarbeit zwischen Revvity und Memmert zeigt, wie gezielte Laborautomation zur Bewältigung globaler Gesundheitsherausforderungen beitragen kann.

Denn hinter jeder technischen Lösung steht ein übergeordnetes Ziel:
die Bekämpfung einer der weltweit bedeutendsten Infektionskrankheiten.

Fazit

Die Integration der Memmert Klimakammer bei Revvity Oxford demonstriert eindrucksvoll, wie sich komplexe diagnostische Anforderungen in einen effizienten und sicheren Workflow überführen lassen.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • automatisierter Prozess ohne Wochenendbetrieb
  • nahtloser Übergang zwischen Tag 1 und Tag 2
  • präzise Steuerung aller relevanten Umweltparameter
  • vollständige Integration in bestehende Laborprozesse
  • erhöhte Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit

Wo Diagnostik direkte Auswirkungen auf das Leben von Patientinnen und Patienten hat, ist Prozessqualität entscheidend. Die eingesetzte Lösung leistet dazu einen messbaren Beitrag – Tag für Tag.

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