Wenn 250 Grad nicht reichen

Wenn herkömmliche Geräte an ihre Grenzen stoßen, ist individuelle Technik gefragt.

Für besonders anspruchsvolle Anwendungen im Bereich Materialtests, Materialsynthese oder Probenaufschluss hat das m360 Team von Memmert eine Speziallösung entwickelt, die höhere Temperaturen, eine kontrollierte Durchmischung und hohe Sicherheitsanforderungen in einem System vereint.

 

Ausgangslage

Bei vielen materialwissenschaftlichen Anwendungen müssen Proben wie Gestein, Boden, Graphit oder Glasflakes unter Druck und erhöhter Temperatur behandelt und gleichzeitig durchmischt werden. Solche Prozesse finden in sogenannten Autoklaven statt. Die am Markt verfügbaren Systeme sind jedoch meist nur bis etwa 250 Grad Celsius beheizbar.

Auch bei der Durchmischung gibt es Grenzen. Standardlösungen arbeiten häufig mit einfachen Rührsystemen, die insbesondere bei größeren Probenvolumina oder Batch-Verfahren nicht für jede Anwendung geeignet sind.

Gesucht war daher eine Lösung, die höhere Temperaturen ermöglicht, mehrere Autoklaven gleichzeitig aufnehmen kann und während des Prozesses für eine gleichmäßige Bewegung der Proben sorgt.

Die Lösung

Das m360 Team entwickelte eine maßgeschneiderte Wärmekammer, die speziell auf den Einsatz mit Autoklaven ausgerichtet ist. Neben dem höheren Temperaturbereich wurden auch Durchmischung, Bedienung und Sicherheit berücksichtigt.

Die wichtigsten Merkmale:

  • Temperaturbereich bis 300 Grad Celsius und damit deutlich über vielen marktüblichen Lösungen
  • automatische Stickstoffspülung zur Inertisierung sowie Restsauerstoffregelung für den sicheren Betrieb bis 200 Grad Celsius unter Schutzatmosphäre
  • rotierende Autoklavenhalterung für eine gleichmäßige Durchmischung und zur Vermeidung von Ablagerungen
  • stufenlos regelbare Drehzahl von 0 bis 30 U/min über die SIEMENS Bedieneinheit
  • kundenindividuelle Vorgabe der Drehzahl
  • Sicherheitszuhaltung: Die Schranktür lässt sich erst bei Temperaturen unter 40 Grad Celsius öffnen
  • Not-Halt zur Stillsetzung der Anlage im Gefahrenfall
  • einfache Entnahme durch automatisches Anfahren einer definierten Referenz- beziehungsweise Entnahmeposition
  • Beladung bis zu 30 Kilogramm
  • Kapazität für mehrere Autoklaven gleichzeitig und damit ein höherer Durchsatz im Batch-Verfahren

Durch diese Kombination wird ein stabiler, sicherer und effizienter Betrieb ermöglicht, beispielsweise bei der Materialpräparation, beim Materialaufschluss oder bei der Synthese neuer Werkstoffe.

Das Ergebnis

Anwender profitieren von:

  • sicherem Temperaturmanagement bis 300 Grad Celsius
  • optimierter Durchmischung der Proben während der Druckbehandlung
  • hohem Probendurchsatz durch parallele Prozessführung
  • hoher Flexibilität bei anspruchsvollen Materialprozessen
  • individuell steuerbarer Drehzahl von 0 bis 30 U/min
  • sicherem Betrieb durch Not-Halt und Sicherheitszuhaltung
Fazit

Bei diesem Projekt reichte eine Standardlösung für die Anforderungen des Kunden nicht aus.

In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelte das m360 Team von Memmert deshalb eine Lösung, die auf den jeweiligen Prozess und die Anforderungen vor Ort abgestimmt ist.

Sie haben ebenfalls eine Anforderung, die sich mit einem Standardgerät nicht abbilden lässt? Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von m360 und individuelle Sonderlösungen von Memmert: https://www.memmert.com/de/why-memmert/m360

 

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